Bergbaumuseum Achthal

Erzbergbau und Verhüttung am Teisenberg 1537 - 1925

Museumsumgestaltung

Zwischenbericht über die Maßnahmen zur
Museumsumgestaltung 2021 / 2022

Arbeitstreffen mit den "Gestaltern"
v.l.: Museumspädagogin Dr. Erker, Kuratorin Dr. Laufer, Vorstand Roland Klosa, Mitarbeiter/innen Ilja Sallasz, Janina Huss und Stefanie Wiatowski der LIQUID Agentur für Gestaltung, Augsburg.

Das große Projekt zur Neukonzeption und zeitgemäßen Neugestaltung der Dauerausstellung im Bergbaumuseum Achthal ist angelaufen. Nachdem im April die stolze Summe von 325.000 Euro aus dem LEADER Programm durch Staatsministerin Michaela Kaniber überbracht worden ist, ging die Arbeit für die Verantwortlichen von Gemeinde und Förderverein richtig los.

Die wissenschaftlichen Grundlagen haben die beauftragte Kuratorin Dr. Ulrike Laufer aus Essen und die Museumspädagogin Dr. Maria Erker aus Salzburg bereits für die Antragstellung bei LEADER erarbeitet. Die öffentliche Ausschreibung zur Umsetzung, von der Konkretisierung des Raumkonzeptes bis zur fertigen Raumgestaltung hat die LIQUID Agentur für Gestaltung aus Augsburg gewonnen. Die Agentur ist unter anderem bekannt für ihre Museumskonzeptionen, die weniger auf Exponate, sondern mehr auf interaktives, spielerisches Erleben setzen. Das bekannteste Beispiel ist das Fugger und Welser Erlebnismuseum in Augsburg. Genau das will man auch im Achthal erreichen, spielerisches Lernen soll vor allem für Kinder und Jugendliche ein Anreiz sein, das Museum zu besuchen. Inzwischen haben mehrere Treffen der Gestaltungsfirma mit den Kuratorinnen und Roland Klosa, Vorstand des Fördervereins Bergbaumuseum Achthal stattgefunden. Auf dem Papier, nein im Computer, haben die neuen Räume bereits Gestalt angenommen, nach einem in sich schlüssigen Gesamtkonzept, entlang eines für den Laien unsichtbaren roten Fadens. Für Aussenstehende wenig sichtbar ist derzeit vieles, dass mit dem Umbau des Museums zusammenhängt. So haben Ulrike Laufer und Maria Erker inzwischen ein Netzwerk zu verschiedenen Forschungs- und Kultureinrichtungen aufgebaut, aus denen das Museum neue Exponate, aber auch neue, spannende Erkenntnisse zur Geschichte des Bergbaus und der Verhüttungsindustrie im Achtal gewinnen konnte.

Diese überaus erfreuliche Entwicklung hat den Förderverein dazu bewogen, der dauerhaften „Umwandlung“ der Garage des Vereinsheimes in eine Museums-Kinderwerkstatt zuzustimmen. Ab Eröffnung werden hier beispielsweise Schulklassen ihre Museumsbesuche vor- beziehungsweise nachbereiten können oder kleine museumsbezogene Aktivitäten wie Gießen, malerisches Nachvollziehen des Erlebten (hier sollte man 1-2 Sachen nennen, nur vor- und nachbereiten ist zu wenig). Entsprechendes Werkmaterial, Arbeitskleidung und ähnliches mehr werden bereitgestellt.

Mit der geplanten Vorstellung des Konzeptes beim wissenschaftlichen Beirat im September dieses Jahres wird ein weiterer Meilenstein erreicht werden. Ab Oktober soll mit dem Ausräumen der Exponate und mit den Bauarbeiten begonnen werden. Der durchaus sehr sportliche Zeitrahmen für die Fertigstellung sieht die feierliche Neueröffnung für Juni 2022 vor – vorausgesetzt Corona oder mangelnde Handwerkerressourcen zwingen die Akteure zu Verschiebungen.

Unabhängig von der Umgestaltung soll die im März 2019 durch die Pandemie unterbrochene Bildungswerkstatt Museum Achthal baldmöglichst wieder aufgenommen werden. Der Förderverein erstellt dazu gerade das neue Herbst-/Winter-Programm 2021/2022 und hofft auf viele interessierte Teilnehmer. Vorträge, Konzerte, Sprachunterricht und einiges mehr werden angeboten. Schließlich beansprucht das Bergbaumuseum Achthal ein lebendiger Ort der Kultur und Begegnung zu sein. Auch während der Umgestaltungsphase.

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Bergbaumuseum bittet um Hilfe

Zur Erfassung der rund 800 Exponate und aller Bücher der Vereinsbibliothek sucht der Förderverein interessierte Jugendliche und Erwachsene, die sich in diese "Museums-Arbeit“ einbringen möchten. Dies kann auch nur für ein bestimmtes Projekt geschehen. Die Arbeiten sind ab dem nächsten Jahr geplant.

Dringend gesucht werden auch Fotografien von jungen Frauen und Mädchen um 1900 in damaliger Tracht oder in Alltags- oder Festgewand. Es geht um die exemplarische Darstellung von Frauentypen in der damaligen Zeit.

Wer bei einem oder beiden Punkten helfen kann, soll sich bitte unter folgenden Telefonnummern melden: 0178 8 461 481 oder 08666 2286037.

(Pressetext - Dr. Monika Konnert)

Auf ein Wiedersehen freut sich

Roland Klosa
1. Vorstand

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