Bergbaumuseum Achthal

Erzbergbau am Teisenberg 1537 - 1925

Achthaler Adventsliacht' 2018

 
Unter dem Motto "Achthaler Adventsliachtl" lud der Förderverein Bergbaumuseum Achthal e. V. zu einem besinnlichen Abend am Barbaratag ein.

Zunächst versammelten sich die Besucher zum besinnlichen Teil in der Bergmannskapelle Maria Schnee. Die Seedoi-Musi bildete vor dem Hochaltar der Kapelle den passenden musikalischen Rahmen für die vom Pfarrgemeinerat Neukirchen und dem Förderverein Bergbaumuseum Achthal durchgeführten Andacht an diesem Barbaratag, dem 4. Dezember 2018.

Es wurde erinnert an das Leben der Heiligen Barbara. Nach der Legende lebte die Tochter des reichen griechischen Kaufmanns Dioskoros in Nikomedia, dem heutigen Izmit in der Türkei. Im Jahr 306 starb sie den Märtyrertod. Viele Erzählungen ranken sich um Barbara: So soll sie von ihrem heidnischen Vater in einen Turm eingeschlossen worden sein, weil er auf seine bildschöne junge Tochter eifersüchtig war und eine Heirat verhindern wollte. Während der Vater auf Reisen war, ließ Barbara sich heimlich taufen.

Auf der Flucht vor ihm soll sie durch eine Bergspalte entkommen sein und Unterschlupf bei einem Hirten gefunden haben, der sie schließlich verriet. Ihr Vater soll sie dem Gericht überantwortet und dann selbst enthauptet haben, um anschließend von einem Blitzschlag getroffen zu werden. Deshalb wird Barbara mit dem Blitz in Verbindung gebracht, bei Stürmen werden Gebete an sie gerichtet.

Aus demselben Grund ist sie die Schutzheilige der Artillerie. Ihr Bildnis wurde früher häufig auf Waffenlagern und Pulvermagazinen aufgestellt. Dargestellt wird die Heilige außerdem mit dreifenstrigem Turm, Kelch, Hostie, Schwert oder Fackel. Mit Letzterer deshalb, weil Barbara vor ihrer Verurteilung mit brennenden Fackeln gequält worden sein soll. Am meisten wird sie natürlich von den Bergleuten verehrt und in nahezu allen Bergbaubetrieben findet man eine Darstellung der Heiligen.

Seit dem Mittelalter gehört die Heilige auch zu den 14 Nothelfern und wird besonders zum Schutz vor jähem Tod und als Beistand der Sterbenden angerufen. Als Schutzheilige der Bergleute wird sie wegen ihrer Flucht durch eine Felsspalte verehrt.  In Bergwerken ließ man ihr zu Ehren am Barbaratag das Licht im Stollen brennen, um vor dem Tod unter Tage geschützt zu sein. Dazu gibt es auch Bauernregeln. Ein bekannter Spruch lautet: Gibt Sankt Barbara Regen, bringt der Sommer wenig Segen.

In den Gebeten und Fürbitten ging es um das Vorbild der Heiligen Barbara, stets für den Glauben einzutreten, dass immer auch Mut und Vertrauen abverlangt.

Adventsfeier im Anschluss:

Danach versammelten sich die zahlreichen Gäste trotz strömenden Regens vor und im Anbau des Bergbaumuseums. Es gab Plätzchen, Lebkuchen und weitere Leckereien und passend dazu Punsch, Glühwein und vieles mehr. Der Kirchenchor St. Ulrich aus Neukirchen gab adventliche Weisen zum Besten und zwei Flügelhornspieler rundeten den gelungenen Barbaratag ab.

Wir freuen uns über den zahlreichen Besuch - nicht nur an diesem Abend, sondern auch bei den zahlreichen Veranstaltungen, die im Jahr 2018 vom Förderverein Bergbaumuseum Achthal durchgeführt wurden. Bleiben sie uns treu und besuchen Sie uns auch im kommenden Jahr 2019. Weiterhin eine besinnliche Advents- und Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr wünscht Ihnen

Roland Klosa
1. Vorstand


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