Bergbaumuseum Achthal

Erzbergbau und Verhüttung am Teisenberg 1537 - 1925

Exkursion zu den Eingängen der Unterwelt

Vor einiger Zeit machte ein Vorstandsmitglied den Vorschlag, gemeinsam mit unserem Mitglied und Heimatkenner Hans Maier aus Achthal verborgene Orte und Stolleneingänge aus früheren Zeiten zu erkunden.

So machte sich am Samstag, 19. September 2020, eine fünf-köpfige Truppe auf den Weg, um die meist unbekannten Orte aus längst vergangen Bergbautagen aufzusuchen.

Zunächst besuchten wir in der Nähe des alten Schulweges in Achthal eine frühere Wasserzuleitung, die bergseitig das Wasser sammelte, um gemeinsam mit dem Wasser der Ache zahlreiche Mühlen bis hinunter zum Surspeicher zu betreiben. Hans Maier erklärte uns, mit welchen technischen Sachverstand bereits vor über 100 Jahren dieses Leitungssystem errichtet wurden.

Natürlich besuchten wir auch den Erbstolleneingang, um bei dieser Gelegenheit über mögliche Außenbereichsnutzungen nach der Museumsneugestaltung nachzudenken. Kurz zuvor hat uns Herr Maier noch eine heute unscheinbare Stelle gezeigt, wo früher ein großes Erzlager bereitstand zum Abtransport mit Fuhrwerken Richtung Bahnhof in Teisendorf. An einem kleinen Holzhäuschen in der Nähe erfuhren wir, dass dort in der Tiefe ein Querstollen zur Entwässerung zu finden ist.

Auf halben Weg Richtung Neukirchen legten wir nochmals einen Stopp ein. Anhand von vorbereiteten Plänen erkundeten wir vor Ort die Stelle wo früher der Eingang zum Ulrichsstollen stand. Dieser ist heute vollständig verfüllt. Auch sämtliche Quer- und Zusatzstollen an dieser Stelle konnten wir an Hand der Pläne zumindest erahnen.

In Neukirchen setzten wir die spannende Erkundungen fort. Von der Straße aus überhaupt nicht zu sehen, befindet sich hinter Wohnhäusern diverse Eingänge in die bergmännische Unterwelt.

Wir fuhren auch noch über die frühere Grenze zwischen Salzburg und Bayern zu den dortigen Erzlagerstätten. Dort wo heute eine Verfüllung statt findet, konnte vor ein paar Wochen Herr Maier einen fotografischen Einblick in die Tiefe erlangen. Hoch interessant war auch der Eingang des Entwässerungsstollens im Waldabschnitt hinter Vogling rechts. Unablässig strömt hier glasklares Grubenwasser an die Tagesoberfläche.

Zum Abschluss ging es noch Richtung Pulverturm am Schwarzenberg, die heute als Bergbauernkapelle genutzt wird. Kurz unterhalb befindet sich ebenfalls noch ein sehr gut erhaltener Stolleneingang.

Wir danken an dieser Stelle Hans Maier ganz besonders, dass er uns mitnahm auf die spannende Exkursion zu den geschichtlichen Orten des Bergbaues in unserer Heimat.

 



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