Bergbaumuseum Achthal

Erzbergbau am Teisenberg 1537 - 1925

Fachvortrag - Besonderer Tagebau im Chiemgau

Am Donnerstag, 14.12.2017, fand um 19 Uhr im Sitzungsraum des Museums ein Fachvortrag zum Thema "besonderer Tagebau im Chiemgau" statt.

Am Donnerstag, 14.12.2017, fand um 19 Uhr im Sitzungsraum des Museums ein Fachvortrag zum Thema "besonderer Tagebau im Chiemgau" statt.

Referentin Frau Dr. Ing. Friederike Krey, Geschäftsleiterin vom Dolomitwerk Jettenberg, Schöndorfer GmbH, gestaltete dazu einen spannenden Vortrag über das Dolomitwerk Jettenberg.

Sie referierte in einem spannenden Vortrag über die besondere Gesteinsart Dolomit und seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten. Neben der chemischen Zusammensetzung erfuhren die rund 20 Besucher, dass diese Gesteinsart vor rund 235 Mio. Jahren durch maritime Prozesse entstand. In unserer heimatlichen Alpenregion kommt vor allem Dachsteinkalk, Salzablagerungen und eben auch Dolomitgestein vor. Das besondere am Dolomit unterhalb der Reiteralm, eben an den Abbaustellen in Oberjettenberg, ist die absolut gute Qualität und Reinheit des Gesteines, welches so einzigartig in ganz Deutschland ist. Ja sogar weltweit gibt es nur wenig bekannte Lagerstätten mit dieser einmaligen Homogenität des Gesteines. Frau Dr. Krey bezeichnet daher Ihre Firma mit nur 24 Mitarbeiter/-Innen stolz als "Global Player".

Die interessierten Zuhörerinnen und Zuhörer erfuhren durch die reich bebilderte Vortragspräsentation auch einiges über den Abbau und die Weiterverarbeitung des Dolomits auf dem Betriebsgelände. Dabei werden rund 250.000 Tonnen Dolomitgestein Jahr für Jahr verarbeitet und in nahezu allen Kontinenten gibt es Abnehmer dieser Produkte, ja sogar in den USA, Russland und Korea.

Hauptabnehmer sind dabei die Glas-, Keramik- und Porzellanindustrie. Am Beispiel der Glasherstellung hat Frau Dr. Krey nochmals die Bedeutung der Qualität des Dolomits unterstrichen. Reines Weißglas, insbesondere mit absolut geringer Lichtabsorbierung, wie es zum Beispiel in der Solarfertigung benötigt wird, funktioniert nur mit der hervorragenden Reinheit des Rohstoffes. Deshalb bemüht sich das Werk, im gesamten Produktionsablauf höchste Qualitätsstandards einzuhalten, die auch nach DIN entsprechend zertifiziert sind.

Des weiteren erfahren die Gäste, wie die fertigen Produkte auch in der Landwirtschaft, als Futter- oder Düngemittel, in der Baustoffindustrie, in der Metallverarbeitung, in der chemischen Industrie, ja sogar bis hin zu Verbesserung der Klärprozesse in Abwasseraufbereitungsanlagen Verwendung finden. Sogar in Meerwasseraquarien finden sich Anwendungsmöglichkeiten des Jettenberger Dolomits.

Zum Abschluss des Vortrages wurde in einer kleinen Bildershow nochmals die über 50-jährige Geschichte des Werkes aufgezeigt. Danach konnten die Teilnehmer noch weitere Fragen stellen, wie z. B. über die Produktionsmenge, die Transportmöglichkeiten oder die Abbaumöglichkeiten im Hochwinter.

Wer wollte, konnte nach dem Vortrag bei einem kleinen Umtrunk direkt mit der Referentin oder den Vertretern des Bergbaumuseums ins Gespräch kommen.

Ein gelungener Abend.

Herzlichen Dank für Ihr Kommen!

Bilder vom Vortrag >>>

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