Fachvortag: Martin Thaler, Pysiker, über die Belastung durch Radon in häuslicher Umgebung

 

An diesem Abend konnte Vorstand Roland Klosa den Physiker und Elektroingenieur Martin Thaler aus Oberteisendorf im Vortragssaal des Bergbaumuseums herzlich begrüßen.

Nach einer kurzen Vorstellung über den beruflichen Werdegang von Martin Thaler, insbesondere über die Qualifikationen im Rahmen der Strahlen- und Atom-Physik ergriff der Referent selber das Wort und informierte die gut 40 Teilnehmer über die Schwerpunkte seines Vortrages.

  • Warum gerade jetzt eine Radonmessungen sinnvoll und notwendig sind?
  • Unsere Untergrundbeschaffenheit
  • Was ist Radioaktivität?
  • Biologische Auswirkungen
  • Wie kommt Radon in unsere Häuser?
  • Welche Abhilfemaßnahmen sind effektiv?
  • Strahlenbelastung durch Erde/Kosmos/Medizin
  • Messtechnik

Neben dem Rauchen ist die Radonbelastung die zweithäufigste Ursache für Lungenerkrankungen. Vor daher lohnt es sich, näher mit dem Thema zu beschäftigen. Martin Thaler ging dann über die Ursachen der Radonstrahlung ein und auch über geologisch unterschiedlichen Belastungszonen in unserem Land. Gerade das Berchtesgadener Land ist dabei tendenziell höher belastet.

Er führte an Hand anschaulicher PowerPoint Folien die physikalischen Prozesse eines Zerfallsprozesses des Metalls Radium zu Radon usw. vor. Dabei werden auch die unterschiedlichen Strahlungsformen von Alpha, Beta und Gammastrahlen und deren gesundheitliche Folgen im Organismus erläutert.

Im zweiten Teil seines Vortrages ging es vor allem um die Veranschaulichung, wie in der häuslichen Umgebung das Radon eintritt und sich ggf. ansammelt und zur Belastung werden kann. Dabei erläutert er unter anderem auch an mitgebrachten Messinstrumenten, wie durch diese die Strahlenbelastung gemessen werden kann und welche Vorkehrungsmaßnahmen zur Reduzierung gemacht werden können.

Der Vortrag war insgesamt sehr anschaulich und in jedem Fall zur Bewusstseinsbildung über diese unsichtbare Gefahr Radon sehr hilfreich.