Gut besuchter Kirtag in Achthal

Neukirchen/Achthal: Am Sonntag, dem 02. August, hat der Förderverein Bergbaumuseum Achthal wie alljährlich zum Kirtag in Achthal eingeladen.  Das Patrozinium der Filialkirche im Achthal, besser bekannt als Bergknappenkapelle, wird traditionell am ersten Sonntag im August gefeiert. Hintergrund ist das Fest der Kirchenpatronin „Maria Schnee“ beziehungsweise „Unsere Liebe Frau vom Schnee“, das alljährlich am 5. August begangen wird. Die Legende von „Maria Schnee“, laut der im heißen römischen Sommer auf dem Equilin-Hügel Schnee fiel und damit der Bau einer Kirche initiiert wurde, verdeutlicht für die Christen das Wirken Gottes und die Bedeutung von Wundern. Die Kirche Santa Maria Maggiore in Rom auch „Maria im Schnee“ genannt, ist die Mutterkirche aller der seligsten Gottesmutter geweihten Kirchen. 

Den Auftakt des Achthaler Kirtags bildete ein feierlicher Gottesdienst, den Pfarrer Martin Klein zelebrierte und den die Bläsergruppe Rupertino Brass musikalisch umrahmte. Seitlich des Altars hatten die Fahnenabordnungen der Bergknappen und des Köhlervereins Aufstellung genommen. Bereits vor Beginn der Messe eröffnete die Hubertusgilde Eichham-Weildorf den Festtag mit Böllerschüssen und verlieh auch der Wandlung mit Salutschüssen einen würdigen Rahmen. Zum Mittagläuten um 12 Uhr wurden weitere Salutschüsse abgefeuert.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Roland Klosa, begrüßte alle Gäste, besonders aber den Ersten Bürgermeister Thomas Gasser, Bezirksrat Georg Wetzlesperger, den Dritten Bürgermeister Georg Quentin, Gemeinderäte, Vereinsmitglieder und Förderer. Er dankte Pfarrer Martin Klein für die Zelebrierung des Gottesdienstes und allen Helfern, die dem Altar vor der Kapelle so schön geschmückt haben. Ein Dank ging an die Fahnenabordnungen, die Musik und an die Feuerschützen aus Eichham und Weildorf.

Das Patroziniumsfest der Bergknappenkapelle Maria Schnee im Achthal sei eigentlich ein Fest des Staunens über die wunderbare Natur, die Gott allen Menschen umsonst schenkt, sagte Pfarrer Klein in seiner Predigt. „Die Sonne, die Wolken, das Gezwitscher der Vögel, die Regentropfen oder der Schnee, die Luft, die du atmest, das Wasser, das du trinks. Einfach nur Geschenk! Nichts von alledem musst du dir verdienen oder erarbeiten“, fuhr er fort. Das ist das genaue Gegenteil von dem, was die Menschen heute antreibt. Sie glauben Leistung bringen zu müssen, für alles, was sie vom Leben erwarten, um sich ihre Träume von einem guten und reichen Leben, mit Reisen, Aktien, Geld erfüllen zu können. Wir Menschen glauben, alles im Leben habe seinen Preis. Gott aber hat keinen Preis, er ist der Schenkende, er schenkt den Menschen das Leben, nur weil er Freude an ihnen hat, fuhr Klein fort. Auch Maria, unter deren Schutz die Kapelle steht, habe sich nicht angestrengt, Gottes Gunst zu gewinnen. „Sie hat das Wunder einfach empfangen und geschehen lassen“, sagte der Zelebrant. Darüber nachzudenken ist lohnenswert.  

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein vor der Museumswerkstatt sorgte der Förderverein Bergbaumuseum Achthal mit Weißwurst, Leberkäse sowie selbstgemachten Kuchen, Kaffee und kalten Getränken bestens für das leibliche Wohl. Maria Ramstetter spielt auf der Ziach alpenländische Weisen und trug mit ihrer Musik zur fröhlichen, familiären Atmosphäre bei. Die zahlreichen Sonnenschirme spendeten wohltuenden Schatten, so dass auch bei hohen Temperaturen bis in den Nachmittag hinein gefeiert wurde.  An einem Stand konnte der soeben erschienene Begleitband zur Dauerausstellung erstmals eingesehen und auch käuflich erworben werden. Er ist mehr als ein Buch zum Bergbaumuseum, es ist ein faszinierendes Stück Heimat- und Industriegeschichte des Achthals und der Region, mit beeindruckenden Fotoaufnahmen von Hans Fürmann, die ihresgleichen suchen.  

Der Vorsitzende Roland Klosa bedankte sich zum Schluss bei allen Helfern, die zum Gelingen des Kirtags beigetragen haben.